Kommentare

Hier erscheinen so wenig bis gar keine Kommentare, da wir uns entschlossen haben kein Forum für Homophobie zu bieten und deshalb homophobe Kommentare nicht freischalten. Kommentare, die nicht homophob sind, sind auf dieser Seite eine echte Seltenheit. Positives Feedback gibt es trotzdem. Allerdings eher auf anderen Seiten. Damit diese mal sichtbarer werden, zitieren wir hier ein paar Kommentare zu einem Bericht über unsere Kampagne auf houseofreggae:

# b.akunin schrieb am 20. Dezember 2009:

wie immer, wenn einem/r nix mehr einfällt, wo ja schon vorher nix war. die bösen linken wollen den ignorantInnen den spaß verderben. texte und inhalte ja nicht wichtig, hauptsache spaß. ein schlechter scherz allerdings und spaß aber, der andere, hier schwule menschen, mit dem leben bedroht oder diese selbiges kostet. stelle 3 schwule hintereinander, dann brauchst du nur 1 kugel oder die forderung nach der südafrikanischen “halskrause”, einem brenneden reifen um den hals, zeugen von einer menschenverachtenden ideologie, die im besonderen vor historischen hintergrund in diesem lande, nicht hingenommen werden kann. den betreibern des u-clubs scheinen die profite eher wichtiger zu sein als emanzipatorische und solidarische politik und kritik. wer mit dem feuer spielt, muß die konsequenzen tragen. wir begrüßen diese kampagne, damit endlich eine auseinandersetzung stattfindet über inhalte, die sich in mancher leutes ach so kleinem hirn verfestigen. reggae als musik mag ich durchaus, spiele selbst in einer balkan-klezmer-reggaeska usw. kapelle, die lyrics des herkömmlichen jamaicanischen reggaes lassen aber neben homophoben inhalten oft auf eine patriachale verankerung blicken. neulich kam ich mit einem whitiedread über diese themen in s gespräch, der meinte, analverkehr entspräche nicht der fortpflanzung. ein biologistischer, katholisch-fundamentalistischer erklärungsansatz, der auch die faschistische ideologie im sinne der national-deutschtümelnden geburtensteigerung, frauen als gebärmaschinen, tangiert. one love – nein danke.
rassistInnen, sexisten und homophoben einen tritt in den arsch und keinen platz auf irgendeinem podium, stattdessen selbstbestimmung über sexualität und einem solidarischen leben hand in hand.

Cookie schrieb am 14. Januar 2010:
zur sogenannten “freien Meinungsäußerung” ein kleines Beispiel:

Angenommen Ich hätte morgen mit meiner Band einen Auftritt, die Leute mögen meine Musik, haben sich aber zum größten Teil nicht bewusst mit meinen Texten auseinandergesetzt. Wäre es deiner Vorstellung nach dann völlig in Ordnung, wenn ich davon singen würde, Hitler möge wiedergeboren werden und sein Werk vollenden und am besten noch dazu aufrufe, an seine Stelle zu treten und es selbst zu tun?

Wenn deine Antwort ja ist, dann bist du entweder selbst rechtsradikal, sympatisierst mit Rechtsextremen, oder hast zumindest eine erschreckend gleichgültige Meinung über Völkermord und Antisemitismus.
(Letztere Gleichgültigkeit im Bezug auf zahlreiche Themen, ist auch der Grund, warum Aktionen wie der U-Club Boykott LEIDER!!! viel zu inkonsequent umgesetzt werden)

Sollte deine Antwort aber nein sein, dann erwarte ich eine gewisse Konsequentheit in diesem Standpunkt.
Es GIBT ein Recht auf freie Meinungsäußerung, aber man muss sich nur die ALLERersten artikel des grundgesetzes durchlesen, um zu wissen, dass dieses Recht limitiert ist. Niemand hat das Recht, in Deutschland rassistische, homophobe oder sexistische Parolen und Mordaufrufe zu verbreiten, mit vollem Ernst und Bewusstsein der Realitätsnähe (daher die Beispiele im Blog).

NIEMAND überträgt hier ein Statement auf eine gesamte Szene. Unter den Leuten, die den Boykott organisieren, sind diverse Reggae/Dancehall Fans, deren Anliegen es in keinem Fall ist, die jeweilige Szene zu zerstören. Ich war selbst beim Protest gegen das Konzert von Sizla und für die, die es nicht wissen:
Die Demonstranten haben einen LKW mit Generator anfahren lassen und über diesen eine eigenes Alternativ-Konzert mit Improvisations-Reggae, Ska und Dancehall veranstaltet. Textlich bewegte sich das ganze aber auf eine freundlichen Einstellung gegenüber jeder Rasse, jedem Geschlecht und jeder sexuellen Orientierung.

Durch diesen Protest sollte auch klar sein, dass wir versucht haben, den Veranstalter zu überzeugen, er möge den Auftritt absagen. Mehrfach!!!
Es kann nicht der Sinn einer so schönen Musikrichtung sein, gegen bestimmte sexuelle Orientierungen, Rassen oder Geschlechter zu hetzen und zum Mord derer aufzurufen.

Doch leider hat der liebe Herr Veranstalter nicht bzw ignorant reagiert. Er kann Geld verdienen und der Rest ist ihm egal.

Und JETZT!!! kommt erst der Boykott ins Spiel.
Er reagiert nicht auf Statements VOR dem Konzert,
er reagiert nicht auf Proteste DIREKT am U-Club zur Zeit des Auftritts, also gehts zum nächsten Schritt:
ein aktiver Aufruf zum Boykott!

Das Ziel dieses Boykott kann total verschieden aussehen:

-Schließung des U-Clubs (Konsequenz aus langer Ignoranz)
-neues Konzept unter neuer Leitung (Spaß=JA, Menschenrechtsverletzung=NEIN!)
-Einsicht seitens des Veranstalters und künftige Absage, vergleichbarer Events.

Interessant fand ich auch die These, dass die Linke Szene nicht viel anders sei.
Also ich bin selbst in der Musikszene aktiv und will nicht wissen, was das Stammpublikum in antifaschistischen Clubs und Kneipen tun würde, wenn ein Faschist bei ihnen auftreten würde.
Leute, die so einen Boykott organisieren sind in ihren Prinzipien sehr konsequent, da könnt ihr sicher sein.

Guten Abend liebe Reggae-Freunde,
Cookie

# Brandy schrieb am 17. Januar 2010:

Ich bin vom U-Club sehr enttäuscht, dachte immer die Betreiber vom U Club und Chilli Royal sind der linken Szene zu zuordnen. Aber diese Haltung scheinen die Betreiber nicht zu haben. Bin mal gespannt, wann bei den anderen Veranstaltungen im U – Club Musik von irgendwelchen scheiß Nazi Bands gespielt wird und das hingenommen wird. Scheint ja auch ein Markt zu sein. Ich gehe auf jeden Fall nicht mehr in diesen Laden und versuche andere zu überzeugen, den Club zu boykottieren.